Bereits zum siebten Mal dürfen sich Liebhaber klassischer Musik auf das Internationale Silberbauer Musikfest Thayatal freuen. Dieses lockt auch in diesem Jahr mit außergewöhnlichen musikalischen Erlebnissen und lädt die Zuhörer erneut ein, die wunderschönen Gotteshäuser in Südmähren und Niederösterreich zu besuchen. Das Festival hält an seiner Leitidee fest und verweist auf den Znaimer Orgelbauer Josef Silberbauer, der die hiesigen Kirchen mit wunderschönen Instrumenten ausstattete. Die siebte Ausgabe, die unter der Schirmherrschaft des Landeshauptmanns der Region Südmähren, Mgr. Jan Grolich, steht, bietet vom 22. August bis zum 10. Oktober neun außergewöhnliche Konzerte.


Wie bereits zur Tradition geworden, eröffnet das Konzert mit dem Untertitel „Orgelkontraste“ das Festival am Samstag, den 22. August, um 19:00 Uhr in Vranov nad Dyjí. An das sogenannte königliche Instrument von Vranov setzt sich der hervorragende österreichische Organist Johannes Zeinler, Gewinner der weltweiten Wettbewerbe in St. Albans und Chartres. Sein Programm bietet einen faszinierenden Dialog zweier scheinbar unvereinbarer Musikepochen: Italienische Barockmeister werden durch expressive und farbenreiche Kompositionen des zeitgenössischen österreichischen Autors Thomas Daniel Schlee ergänzt.
 


Gleich am nächsten Tag, am Sonntag, den 23. August, um 17:00 Uhr, begeben sich die Zuhörer im österreichischen Stift Geras auf eine „Musikalische Pilgerreise durch die Zentren des italienischen Barock“. Das Ensemble Hof-Musici unter der Leitung von Ondřej Macek präsentiert sogenannte moralische Kantaten (Cantate Morali), die im 17. Jahrhundert der Aristokratie als „ehrbare Zerstreuung des Geistes“ dienten. Zwei Sopranistinnen werden gemeinsam mit dem Cembalo auch von einem barocken Violoncello und einer Arcilaute begleitet.



Das Septemberprogramm präsentiert am Samstag, den 5. September, um 18:00 Uhr in Rancířov einen der Höhepunkte der barocken Violinliteratur – Bibers Rosenkranzsonaten. Die Geigerin Lucie Sedláková Hůlová und der Organist Jaroslav Tůma führen die Zuhörer durch eine mystische Meditation, die für die einzigartige Umstimmung der Saiten (die sogenannte Skordatur) berühmt ist, welche ungewöhnliche Klangfarben und Harmonien erzeugt.



Ein großer Anziehungspunkt wird Mahlers Symphonie Nr. 4 sein, die in einer intimen Fassung für 15 Soloinstrumente erklingt. Diese Bearbeitung stellt an jedes Instrument außergewöhnliche Anforderungen; zudem beendete Mahler seine Symphonie ungewöhnlich mit einem atemberaubenden Solo für Mezzosopran. Die Gestaltung des Schlussliedes „Das himmlische Leben“ übernimmt, begleitet vom Festivalorchester und dem Schweizer Dirigenten Sébastien Thomas Bagnoud, die hervorragende tschechische Interpretin Barbora de Nunes-Cambraia. Am Samstag, den 19. September, um 17:00 Uhr findet in Jevišovice an der Talsperre ein grandioses Open-Air-Konzert statt, das durch eine von Mahlers Werk inspirierte Ausstellung von Gemälden Jiří Škodáks ergänzt wird. Am Sonntag, den 20. September, um 17:00 Uhr wird dasselbe Programm sowie die Ausstellung den Zuhörern in der Kirche St. Nikolaus im österreichischen Röschitz präsentiert.



Die spirituelle Dimension des Festivals wird am Sonntag, den 27. September, um 18:00 Uhr in Mikulov durch das Sankt-Wenzels-Konzert mit dem Untertitel „Geburt – Vergehen – Hoffnung“ unterstrichen. Es präsentiert sich das Ensemble ANMOEN (Abkürzung für ANtico MOderno ENsemble), das sich unter der Leitung des Bassisten Jaromír Nosek auf die einfühlsame und innovative Verbindung alter Musik mit Werken zeitgenössischer Komponisten spezialisiert und dank seiner ungewöhnlichen Besetzung (Bass, Viola da Gamba, Arcilaute, Orgelpositiv und Cembalo) über einen völlig unverwechselbaren Klang verfügt.



Am eigentlichen Feiertag der tschechischen Staatlichkeit, am Montag, den 28. September, ab 18:00 Uhr, erklingt in der Kirche Mariä Himmelfahrt und St. Wenzel im Kloster Louka in Znojmo Dvořáks Messe in D-Dur. Die sogenannte „Lužanská-Messe“ komponierte Antonín Dvořák ursprünglich im Auftrag seines Freundes und Mäzens Josef Hlávka für die Einweihung einer kleinen Schlosskapelle in Lužany. Genau deshalb existiert die Messe in D-Dur auch in einer intimeren, authentischen Version nur mit Orgelbegleitung, die perfekt mit der Grundidee des Festivals resoniert. Gemeinsam mit den Solisten (I. Pavlů, I. Kružíková, J. M. Hájek, J. Kovačič), dem Cellisten Josef Klíč und der Organistin Kateřina Málková tritt der Chor Gaudeamus Brno unter der Leitung der Chorleiterin Daša Karasová auf.



Der Oktober steht wie traditionell im Zeichen junger Talente beim Konzert „Kinder und Musik“, das am 9. Oktober im österreichischen Heidenreichstein stattfindet und an dem Schüler von insgesamt fünf tschechischen und österreichischen Musikschulen teilnehmen. Der gesamte diesjährige Jahrgang wird dann am Samstag, den 10. Oktober, um 18:00 Uhr im österreichischen Straning mit dem Programm „Echi d´Organo e Clarinetto“ abgeschlossen. Der Klarinettist Irvin Venyš und der Organist Lukáš Dvořák zollen hier der italienischen Romantik Tribut und gedenken des 100. Todestages von Enrico Bossi in einem eigens für dieses Festival zusammengestellten Programm.

Die meisten Konzerte des Festivals finden bei freiwilligem Eintritt statt. Weitere Informationen zu den Konzertterminen, ihren Programmen und Mitwirkenden finden Sie auf den Websites des Festivals:
Internationales Musikfestival Silberbauer Musikfest Thayatal
Facebook-Seite Internationales Musikfestival Silberbauer Musikfest Thayatal 

Festivaldirektorin:
MgA. Kateřina Málková, Mobil: +420 728 817 785, E-Mail: info@hudebnipodyji.eu
PR und Management:
MgA. Josef Kovačič, Mobil: +420 773 979 233, E-Mail: josef.kovacic.cz@gmail.com