Weltkulturerbe mit einer menschlichen Geschichte
Tschechien zählt zu den Ländern mit dem weltweit bedeutendsten kulturellen Erbe. Sie gehört seit Langem zu den Ländern mit der höchsten Dichte an UNESCO-Welterbestätten pro Fläche. Neben den vom Staat, den Regionen, Städten und Gemeinden verwalteten Stätten besteht ein bedeutender Teil dieses Mosaiks aus Denkmälern in Privatbesitz.Lebendige Denkmäler, die Besucher anziehen
Private Eigentümer hauchen Schlössern und Burgen neues Leben ein. Sie öffnen normalerweise unzugängliche Orte für die Öffentlichkeit, entwickeln unkonventionelle Programme, binden die lokale Bevölkerung ein und schaffen authentische Erlebnisse. Diese Vielfalt und Originalität stärkt die Attraktivität tschechischer Denkmäler als Reiseziele erheblich.
„Unsere Mitglieder haben längst bewiesen, dass historische Denkmäler modern, offen und respektvoll genutzt werden können. Die Zusammenarbeit mit CzechTourism wird uns helfen, diese Geschichten besser zu erzählen und zu zeigen, dass private Denkmäler ein vollwertiger und sehr attraktiver Bestandteil des tschechischen Tourismusangebots sind“, ergänzt Michal Farník, Präsident des Verbandes der Schloss- und Burgenbesitzer, der seit drei Jahrzehnten die Interessen der privaten Eigentümer dieser Objekte vertritt. Der Verband vereint derzeit 80 Kulturdenkmäler und rund 70 ihrer Eigentümer.
Das Memorandum hat Ziele der Zusammenarbeit bis 2030 definiert.
Interesse der ausländischen Besucher
"Die Daten zeigen, dass unsere Denkmäler hauptsächlich von Besuchern aus weiter entfernten Ländern besucht werden. So besichtigten beispielsweise im letzten Jahr die meisten Touristen aus Japan (92 %), China (83 %), Südkorea (87 %) und den USA (82 %) während ihres Aufenthalts Schlösser, Burgen, Museen oder historische Bauwerke. Das ist nachvollziehbar – wer eine längere Reise plant, möchte schließlich so viel wie möglich vom Land sehen.", erläutert František Reismüller, Direktor der Tschechischen Zentrale für Tourismus - CzechTourism.Ein hoher Anteil der Besucher von Denkmälern kommt aus europäischen Ländern wie Belgien (87 %), Dänemark (84 %), Spanien (82 %), Italien (81 %) und Frankreich (79 %). Touristen, insbesondere aus den Nachbarländern, verbringen ihren Aufenthalt in Tschechien hingegen auf andere Weise. Der Trend geht hierbei vor allem zu Aktivurlauben, bei denen Sport, Natur, Gastronomie und kulturelle Erlebnisse miteinander verbunden werden. So nutzen die Reisenden die ideale Mischung, die Tschechien zu einem attraktiven Reiseziel für alle Altersgruppen macht.
Natürliche Ergänzung zu staatlichen Denkmälern
Private Schlösser und Burgen stehen nicht in Konkurrenz zu Denkmälern, die vom Nationalen Institut für Denkmalpflege, Städten oder Gemeinden verwaltet werden. Im Gegenteil – sie ergänzen diese auf natürliche Weise. Sie erweitern das Angebot, bringen neue Impulse in die Regionen und tragen oft zur Entwicklung des Tourismus außerhalb der touristischen Zentren bei. Dies bestätigte ein kürzlich von CzechTourism organisierter Runder Tisch mit Vertretern des Nationalen Instituts für Denkmalpflege, des Verbandes nichtstaatlicher öffentlicher Denkmäler, des Verbandes der Schloss- und Burgenbesitzer und des Tschechischen UNESCO-Erbes. Ziel war es, die Zusammenarbeit im gesamten Sektor zu stärken und staatliche und private Denkmäler besser zu vernetzen. Die Vertreter aller Beteiligten legten gemeinsam weitere Schritte fest und identifizierten konkrete Aktivitäten für die kommende Zeit.
