Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Erweiterung des Baťa-Kanals in Ostmähren um eine neue Schleuse. Auch auf Elbe und Moldau wird die Infrastruktur weiter verbessert.

Baťa-Kanal in Ostmähren

Ein besonderes Highlight der Saison ist die Erweiterung des beliebten Baťa-Kanals. Dank einer neuen Schleuse wird die Wasserstraße um rund sieben Kilometer verlängert und die Stadt Hodonín entwickelt sich zu einem neuen attraktiven Hafenstandort. Gleichzeitig wurden mehrere Häfen und Anlegestellen modernisiert und ihre Kapazitäten deutlich ausgebaut. Der Baťa-Kanal ist die größte künstlich angelegte Wasserstraße in Tschechien. 

Der Baťa-Kanal wurde in den 1930er Jahren als erster Abschnitt zur Schiffbarmachung der March (Morava) und ihrer Anbindung an die Donau errichtet. In der Vergangenheit diente der Kanal dem Transport von Braunkohle aus den Ratíškovice-Gruben, die dem Unternehmen Baťa gehörten, zum Kraftwerk in Otrokovice. 

Die Wasserstraße wird heute ausschließlich zu Freizeitzwecken genutzt. Von Mai bis September können Sie organisierte Ausflugsfahrten auf dem Kanal genießen, die durch Besichtigungs- und kulinarische Programme ergänzt werden, oder Sie mieten ein Boot und gestalten Ihr eigenes Programm.

Die gesamte Wasserstraße steht auch allen offen, die ein eigenes Boot besitzen. Das Angebot ist äußerst attraktiv: Sie fahren durch romantische Auenlandschaften, entdecken Vogelreservate, kosten mährischen Wein in traditionellen Weinkellern, besuchen historische Städte, Lehrpfade sowie einzigartige technische Denkmäler und können das alles auch mit Fahrradausflügen kombinieren. 

Elbe

Auf der Elbe (Labe) wurde in den vergangenen Jahren ein grundlegendes Netz von 13 öffentlichen Anlegestellen für Kleinfahrzeuge fertiggestellt. Im Jahr 2025 wurden sie von insgesamt 3.165 Booten angelaufen, was bei den bereits in früheren Jahren in Betrieb genommenen Anlagen einem Anstieg von 40 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die im vergangenen Jahr neu fertiggestellten Anlegestellen in Brandýs nad Labem, Nymburk und Kolín verzeichneten insgesamt 867 Anläufe. Aktuell wird zudem eine Anlegestelle für Fahrgastschiffe in Stará Boleslav fertiggestellt, die im Juni in Betrieb genommen werden soll.

Moldau

Die wichtigste Neuerung auf der Moldau (Vltava) ist ein modernes Service-Schiff für Prag. Am 16. März ist es bereits aus einer Werft in den Niederlanden in Tschechien eingetroffen, im April liefen abschließende Inbetriebnahme und Tests. Im Laufe des Monats Mai nimmt es in Prag den regulären Betrieb auf und ersetzt das bisherige Serviceschiff aus dem Jahr 1998 ersetzen. Das Service-Schiff ermöglicht Tanken von Kraftstoffen sowie weitere umweltfreundliche Dienstleistungen künftig auch für kleine Freizeitboote. Es handelt sich um den ersten echten Tanker für Kraftstoffe unter tschechischer Flagge, der strengsten Standards entspricht. Besonders innovativ ist der Plug-in-Hybridantrieb, der einen vollständig elektrischen Betrieb im Zentrum der Metropole ermöglicht.

Für ein komfortables und sicheres Schleusen tragen zudem separate Warteplätze für kleine Boote bei, die das Anlegen bis zur Freigabe der Schleuse erleichtern. In der diesjährigen Saison stehen solche Plätze an sieben Schleusen zur Verfügung, die in den vergangenen fünf Jahren gebaut wurden. An den letzten beiden Schleusen in Štěchovice und Podbaba, wo die technische Umsetzung besonders anspruchsvoll ist, werden die Warteplätze noch in diesem Jahr fertiggestellt und ab der nächsten Saison nutzbar sein.

Eine wichtige Neuerung ist zudem das digitale Informationsportal EuRIS (www.eurisportal.eu), das aktuelle Daten zur Befahrbarkeit und Infrastruktur von Wasserwegen in ganz Europa übersichtlich bereitstellt.