Könnte man in die Gedichte der Romantik eintauchen, würde man in einer der Felsenstädte Tschechiens wieder aufwachen. Die Kiefernwälder, Schluchten, Irrgärten und Schlösser regen nicht ausschließlich die Fantasie an, sondern laden auch dazu ein, durch sie hindurch zu wandern und immer wieder nach oben zu klettern, um die Aussicht über das Felsenmeer zu bestaunen. Wenn die Landschaft rot und gold zu leuchten beginnt und Nebelschwaden emporsteigen, haben nicht nur kleine Wanderer Lust, auf Rübezahls Spuren zu wandeln.
Zu den bekanntesten Naturattraktionen Europas zählt die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt im Nordosten Tschechiens. Der Legende nach verwandelten zornige Götter dort ganze Städte in Stein. Tatsächlich aber formte das Wasser des ehemaligen Kreidemeeres über Millionen Jahre hinweg die bis zu 200 Meter hohen Sandsteinformationen. Verschiedene Rundwege führen vorbei an Naturmonumenten wie dem „Bürgermeister und seiner Frau“, der „Teufelsbrücke“ oder dem „Adlernest“. Während einer Pause am Großen Wasserfall lassen Kinder (und Erwachsene) mithilfe einer Zauberformel Wasser fließen, indem sie laut „Krakonoš“ rufen, den tschechischen Namen für den sagenumwobenen Berggeist Rübezahl. Da der Wasserfall durch einen Stausee reguliert wird, öffnet ein Fährmeister die Schleusen und lässt aus 16 Meter Höhe Wasser rauschen. Das Ende des Haupt-Rundwegs markiert die Felsformation Echo, die ihrem Namen alle Ehre macht – denn der Widerhall am gegenüberliegenden Kreuzberg verstärkt den Schall um das Siebenfache. Um diese Naturlandschaft langfristig zu schützen, wurde ein Online-Reservierungssystem eingeführt, das hilft die Besucherströme zu steuern. Da die Tageskarten insbesondere in der Hauptsaison schnell ausverkauft sein können, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung – ein Ticketkauf vor Ort ist dann nicht möglich.

Zwischen Sandsteinfelsen und dichten Wäldern erhebt sich die tschechische Felsenburg Vranov – Pantheon als einer der eindrucksvollsten Aussichtspunkte im Böhmischen Paradies. © Martin Bernard/CzechTourism
Nicht weniger reizvoll präsentiert sich das Böhmische Paradies, der erste UNESCO-Geopark Tschechiens. Dort wechseln sich schmale Felsspalten, mittelalterliche Burgen und Ruinen sowie romantische Schlösser ab. Besonders die Hruboskalsko begeistert mit ihren Aussichtsbalkonen hoch über den Wäldern. Wer Natur und Kultur verbinden möchte, entdeckt unterwegs historische Adelssitze wie Schloss Sychrov oder das Schloss Münchengrätz. Für das Böhmische Paradies wurde ein eigener Leitfaden entwickelt, der Besucher und lokale Akteure dabei unterstützt den Geopark zu schützen. Zu den Empfehlungen gehören unter anderem das Verbleiben auf den markierten Wegen, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Medien.
Durch den Fluss in der Edmundsklamm und der Wilden Klamm bei Hřensko in der Böhmischen Schweiz fahren Besucher mit dem Boot. © CzechTourism/Adam Kubicek
Es war einmal ein Meer. Heute erleben Urlauber den Nationalpark Böhmische Schweiz und seine Atmosphäre am besten zu Fuß. Der Name leitet sich von der Sächsischen Schweiz ab, mit dem der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges bezeichnet wird. Die Schweizer Maler Adrian Zingg und Anton Graff benannten diese Gegend so, weil die Landschaft sie an ihre Heimat erinnerte. Die kleine Gemeinde Herrnskretschen bildet eines der Eingangstore zum Nationalpark. Von dort koordinieren ausgeschilderte Wanderwege zu den Felsen, Labyrinthe, Tunnel und Stege. Manche Abschnitte lassen sich nur mit dem Boot überqueren. Einer dieser Wege führt zum berühmten Prebischtor, das größte Sandsteintor Europas, und erinnert an ähnliche Gebilde des Arches-Parks in den USA. Übrigens: Seit 2025 schmückt sich der Kammweg der Böhmischen Schweiz mit dem Gütesiegel „Leading Quality Trail – Best of Europe“. Nachdem sich der Nationalpark nach dem verheerenden Waldbrand im Jahr 2022 schrittweise erholt hat, werden dort verschiedene Mobilitätsangebote gefördert. Besucher, die mindestens zwei Nächte in der Region verbringen, können die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Angesichts der wachsenden Beliebtheit vieler Naturziele gewinnt auch nachhaltiges Reisen zunehmend an Bedeutung. CzechTourism unterstützt diesen Ansatz mit einem eigenen Guide, der Reisende dazu anregt, Naturerlebnisse bewusst zu planen und die empfindlichen Landschaftsräume respektvoll zu besuchen.

Zwischen Sandsteinfelsen und dichten Wäldern erhebt sich die tschechische Felsenburg Vranov – Pantheon als einer der eindrucksvollsten Aussichtspunkte im Böhmischen Paradies. © Martin Bernard/CzechTourism
Nicht weniger reizvoll präsentiert sich das Böhmische Paradies, der erste UNESCO-Geopark Tschechiens. Dort wechseln sich schmale Felsspalten, mittelalterliche Burgen und Ruinen sowie romantische Schlösser ab. Besonders die Hruboskalsko begeistert mit ihren Aussichtsbalkonen hoch über den Wäldern. Wer Natur und Kultur verbinden möchte, entdeckt unterwegs historische Adelssitze wie Schloss Sychrov oder das Schloss Münchengrätz. Für das Böhmische Paradies wurde ein eigener Leitfaden entwickelt, der Besucher und lokale Akteure dabei unterstützt den Geopark zu schützen. Zu den Empfehlungen gehören unter anderem das Verbleiben auf den markierten Wegen, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Medien.
Ein Reich aus Stein und Wald
Durch den Fluss in der Edmundsklamm und der Wilden Klamm bei Hřensko in der Böhmischen Schweiz fahren Besucher mit dem Boot. © CzechTourism/Adam KubicekEs war einmal ein Meer. Heute erleben Urlauber den Nationalpark Böhmische Schweiz und seine Atmosphäre am besten zu Fuß. Der Name leitet sich von der Sächsischen Schweiz ab, mit dem der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges bezeichnet wird. Die Schweizer Maler Adrian Zingg und Anton Graff benannten diese Gegend so, weil die Landschaft sie an ihre Heimat erinnerte. Die kleine Gemeinde Herrnskretschen bildet eines der Eingangstore zum Nationalpark. Von dort koordinieren ausgeschilderte Wanderwege zu den Felsen, Labyrinthe, Tunnel und Stege. Manche Abschnitte lassen sich nur mit dem Boot überqueren. Einer dieser Wege führt zum berühmten Prebischtor, das größte Sandsteintor Europas, und erinnert an ähnliche Gebilde des Arches-Parks in den USA. Übrigens: Seit 2025 schmückt sich der Kammweg der Böhmischen Schweiz mit dem Gütesiegel „Leading Quality Trail – Best of Europe“. Nachdem sich der Nationalpark nach dem verheerenden Waldbrand im Jahr 2022 schrittweise erholt hat, werden dort verschiedene Mobilitätsangebote gefördert. Besucher, die mindestens zwei Nächte in der Region verbringen, können die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Angesichts der wachsenden Beliebtheit vieler Naturziele gewinnt auch nachhaltiges Reisen zunehmend an Bedeutung. CzechTourism unterstützt diesen Ansatz mit einem eigenen Guide, der Reisende dazu anregt, Naturerlebnisse bewusst zu planen und die empfindlichen Landschaftsräume respektvoll zu besuchen.
