Tschechien behauptet seinen Platz unter den internationalen "Kongressnationen". Prag glänzt und auch die Regionen erzielen immer mehr Aufmerksamkeit. Gerade zum Auftakt der größten deutschen MICE-Messe IMEX in Frankfurt am Main kann sich Tschechien mit den Ergebnissen des neuen ICCA-Rankings präsentieren.
Tschechien hat erneut bewiesen, dass es zu den wichtigsten Kongressdestinationen weltweit zählt. Dies geht aus den neuesten Statistiken der International Congress and Convention Association (ICCA) hervor, wonach das Land mit insgesamt 172 internationalen Verbandskongressen und -konferenzen den 23. Platz im globalen Länderranking belegt. Prag feiert einen besonderen Erfolg: Die tschechische Hauptstadt erreichte den 6. Platz im globalen Städteranking und zählt damit zu den Top-Destinationen wie Lissabon, Paris, Barcelona und Wien. Darüber hinaus gehört die tschechische Hauptstadt seit Langem zu den weltweit führenden Standorten für Technologie- und Medizinveranstaltungen.
Regionen gewinnen an Bedeutung und ziehen immer mehr professionelle Veranstaltungen an
Neben Prag rücken auch andere tschechische Städte in den Fokus von Veranstaltern von Kongressen und anderen Incentive-Events. Das internationale ICCA- Ranking führt beispielsweise Brünn, Olmütz, Pardubice, Mikulov und Liblice auf. Dies bestätigt, dass sich der Kongresstourismus nicht mehr auf die Hauptstadt beschränkt. Standorte außerhalb Prags gewinnen zunehmend an Bedeutung und bieten hochwertige Einrichtungen, ein attraktives Umfeld und professionelle Dienstleistungen. Dies eröffnet neue Chancen für Regionen – vom Ausbau der Hotel- und Konferenzkapazitäten über Begleitprogramme bis hin zur stärkeren Einbindung lokaler Unternehmer. Orte, die flexibel auf die Bedürfnisse von Veranstaltern und Teilnehmern eingehen können, sind im Vorteil.Veranstalter wünschen sich mehr als nur einen Konferenzsaal
Die Welt des Kongresstourismus befindet sich im Wandel. Neben der Dezentralisierung gewinnt auch die Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung. Veranstalter thematisieren verstärkt Ökologie, die Einbindung lokaler Gemeinschaften und den langfristigen Nutzen von Veranstaltungen für die Destinationen. Moderne Technologien und künstliche Intelligenz gewinnen zunehmend an Bedeutung und verändern die Form von Kongressen sowie die Erwartungen der Teilnehmer. Gleichzeitig rücken weniger bekannte Orte mit authentischem Flair und hochwertiger Ausstattung in den Vordergrund. Erfolgreiche Regionen vernetzen zudem verstärkt Fachveranstaltungen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen, lokalen Partnern und Unternehmern.Kongresse schaffen Geschäftsmöglichkeiten und neue Chancen
Kongress- und Incentive-Tourismus zählen zu den wichtigsten Bereichen des Tourismus. Teilnehmer solcher Veranstaltungen geben auf Geschäftsreisen mehr Geld aus, nutzen qualitativ hochwertigere Dienstleistungen und reisen häufig außerhalb der Hauptsaison. Hotels, Restaurants, Transportunternehmen und lokale Unternehmer profitieren davon.Laut Angaben des Tschechischen Statistischen Amtes (ČSÚ) fanden 2025 in Tschechien insgesamt 11.600 Konferenzen und andere Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmenden statt. 1,2 Millionen Gäste reisten an. Allein in Prag wurden 4.300 Veranstaltungen mit rund 480.000 Teilnehmenden ausgerichtet. Auch die Region Südmähren verzeichnete mit 2.100 Konferenzen eine starke Position. In den Regionen Olmütz und Vysočina
fanden ebenfalls zahlreiche Veranstaltungen statt, etwa 800 bis 900. Im Durchschnitt nahmen 100 Personen an einer Konferenz teil.
„Vier-Sterne-Hotels spielen weiterhin eine dominierende Rolle und beherbergen die meisten Konferenzen und Teilnehmer. Gleichzeitig beobachten wir eine wachsende Beliebtheit kleinerer MICE-Veranstaltungen, insbesondere von Firmen- und Geschäftstreffen. Ein weiterer Vorteil des Kongresssegments ist, dass ein Großteil der Veranstaltungen außerhalb der touristischen Hauptsaison, vor allem im Frühling und Herbst, stattfindet. Dies trägt dazu bei, saisonale Schwankungen im Tourismus auszugleichen“, ergänzt Petr Janeček, Leiter des Instituts für Tourismus der Tschechischen Zentrale für Tourismus – CzechTourism.
fanden ebenfalls zahlreiche Veranstaltungen statt, etwa 800 bis 900. Im Durchschnitt nahmen 100 Personen an einer Konferenz teil.
„Vier-Sterne-Hotels spielen weiterhin eine dominierende Rolle und beherbergen die meisten Konferenzen und Teilnehmer. Gleichzeitig beobachten wir eine wachsende Beliebtheit kleinerer MICE-Veranstaltungen, insbesondere von Firmen- und Geschäftstreffen. Ein weiterer Vorteil des Kongresssegments ist, dass ein Großteil der Veranstaltungen außerhalb der touristischen Hauptsaison, vor allem im Frühling und Herbst, stattfindet. Dies trägt dazu bei, saisonale Schwankungen im Tourismus auszugleichen“, ergänzt Petr Janeček, Leiter des Instituts für Tourismus der Tschechischen Zentrale für Tourismus – CzechTourism.
Die Tschechische Republik präsentiert sich auf der weltweit größten MICE-Messe – der IMEX Frankfurt
Die neuen ICCA-Statistiken wurden traditionell auf der IMEX Frankfurt veröffentlicht, einer der wichtigsten globalen Veranstaltungen für Kongress- und Incentive-Tourismus. In diesem Jahr nehmen neben CzechTourism auch 23 tschechische Aussteller aus den Bereichen Hotels, Kongresszentren, Regionen und Eventagenturen teil. „Allein das Team des Czech Convention Bureau hat während der diesjährigen Messe 63 geplante Treffen mit internationalen Einkäufern und bereitet zudem 12 Destinationspräsentationen für Partnerorganisationen vor. Dank dieser Treffen und Präsentationen können wir die Tschechische Republik und ihre Regionen als einzigartige Destination für MICE-Veranstaltungen präsentieren. Die IMEX Frankfurt bietet uns außerdem eine hervorragende Gelegenheit zu zeigen, dass erstklassige Kongresseinrichtungen nicht nur in Prag, sondern auch in anderen Teilen Tschechiens zu finden sind“, erklärt Katarína Minárik, Managerin des Czech Convention Bureau.
Kongresstourismus verbindet Europa
Am Tag vor Messebeginn fand das traditionelle Globale Forum der Nationalen Kongressbüros statt. Die Veranstaltung wird von der Strategischen Allianz der Nationalen Kongressbüros (Strategic Alliance of the National Convention Bureaux of Europe) organisiert, deren Gründungsmitglied die Tschechische Republik ist. Die Allianz verbindet 30 nationale Organisationen, die sich auf Destinationsmarketing im MICE-Bereich konzentrieren, und fördert die Zusammenarbeit, den Erfahrungsaustausch und die Entwicklung nachhaltiger Veranstaltungen in ganz Europa. Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 hat diese Initiative als Plattform für den Erfahrungsaustausch und den Wissenstransfer zwischen den Mitgliedsländern zunehmend an Bedeutung gewonnen. „Die internationale Zusammenarbeit im Bereich des Kongresstourismus ist eine der Säulen unserer Tätigkeit. Die Aktivitäten innerhalb der europäischen Allianz spielen für uns eine wichtige Rolle. Die Allianz engagiert sich aktuell in mehreren Projekten, die sich auf die Förderung nachhaltiger Veranstaltungen, die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Universitäten und der jungen Generation sowie die globalen Vorteile des Kongresstourismus konzentrieren. Dank des Austauschs von Know-how und bewährten Beispielen können wir Europas Position als führender Standort für Geschäftstreffen stärken“, so Tereza Hofmanová, Direktorin für Produktmanagement, Forschung und B2B-Kooperation sowie Senior Managerin des Czech Convention Bureau.
