Schloss Roudnice diente einst als fürstlicher und herzoglicher Sitz der Familie Lobkowicz. Es thront oberhalb der Elbe im Herzen der historischen Stadt Roudnice nad Labem, etwa 50 km nördlich von Prag. Die Geschichte der Familie Lobkowicz in dem über 200 Zimmer umfassenden Barockschloss begann im Jahr 1603 mit der Hochzeit von Fürstin Polyxena Lobkowicz, geb. Pernstein (1566–1642), und Zdenko Adalbert Popel, dem 1. Fürsten Lobkowicz (1568–1628).

Schloss Roudnice nad Labem in Nordböhmen beherbergte ursprünglich die Bibliothek und das Archiv der Familie Lobkowicz. Während der Phasen der Beschlagnahmung im 20. Jahrhundert unter den nationalsozialistischen und kommunistischen Regimes wurde das Gebäude als nationalsozialistische Schulungsstätte beziehungsweise als Militärmusikschule genutzt.

Das Schloss im gleichnamigen Städtchen Roudnice nad Labem am Elberadweg besitzt romanische Fundamente aus dem 12. Jahrhundert und verfügt über einen Uhrenturm, ein Kloster, eine barocke Kapelle sowie eine Galerie für moderne Kunst in der ehemaligen Reithalle. Zudem dient das Schloss Roudnice als Veranstaltungsort für Führungen, Konzerte, Festivals, Gastronomie, Theateraufführungen und Filmproduktionen.

Das Weingut Zámek Lobkowicz Roudnice, s.r.o., das in den historischen Schlosskellern beheimatet ist, geht auf das Jahr 1603 zurück. Aufbauend auf einer langjährigen Weinbautradition erzeugt das Weingut auch heute noch außergewöhnliche Weine sowie zahlreiche preisgekrönte Tropfen. Führungen und Weinproben sind nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.