Das Internationale Musikfestival Prager Frühling zählt zu den herausragenden kulturellen Ereignissen in Tschechien. Mit den besten Musikerinnen und Musikern, Sinfonieorchestern und Kammermusikensembles präsentiert sich das Festival als außergewöhnliches kulturelles Phänomen – es hat politische Umbrüche und tiefgreifende kulturelle Wandlungen über mehr als acht Jahrzehnte hinweg überdauert.

Die Highlights des Prager Frühlings 2026

Die 81. Ausgabe des Internationalen Musikfestivals „Prager Frühling“ bringt mehr als 60 Veranstaltungen nach Prag, darunter 38 Konzerte, 19 Workshops und Meisterkurse sowie 7 Rahmenveranstaltungen wie die traditionelle Ausstellung „Prager Frühling Kunstsalon“. Das Festival begrüßt 97 Künstler, Kammerensembles und Orchester aus 28 Ländern weltweit.

Prague Spring, ©Michal Fanta

Das Festival wird mit Má vlast von Bedřich Smetana eröffnet, aufgeführt vom Prager Rundfunk-Sinfonieorchester unter der Leitung von Petr Popelka, der damit das 100-jährige Jubiläum des Orchesters feiert. Die Konzerte finden an ikonischen Veranstaltungsorten wie dem Smetana-Saal und dem Rudolfinum statt.

Ein großes Highlight ist der Gastaufenthalt von Barbara Hannigan, einer der innovativsten klassischen Künstlerinnen der Gegenwart, die in mehreren Konzerten auftreten und eine Meisterklasse leiten wird. Auf dem Programm stehen zudem weltbekannte Künstler wie Martha Argerich, die nach mehr als 50 Jahren zum Festival zurückkehrt, und der Dirigent Klaus Mäkelä.

Oper, Vokalmusik und Premieren

Der Prager Frühling 2026 legt einen starken Schwerpunkt auf vokal-instrumentale Werke, darunter La Damnation de Faust von Hector Berlioz und Messa da Requiem von Giuseppe Verdi. Das Festival präsentiert zudem zahlreiche tschechische und Weltpremieren und stellt zeitgenössische Komponisten wie Unsuk Chin vor, die Artist-in-Residence der Reihe „Prague Offspring“.

Prague Spring, Petr Popelka ©Michal Fanta


Spitzenorchester und internationale Stars

Die Besucher können sich auf Auftritte führender Ensembles freuen, darunter das Bayerische Rundfunk-Sinfonieorchester, das Rotterdamer Philharmonische Orchester und die Sächsische Staatskapelle Dresden. Das Programm reicht von Musik der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Werken und spricht sowohl Liebhaber klassischer Musik als auch ein neues Publikum an.

Das Festival präsentiert eine ganze Generation prominenter tschechischer Dirigenten: Petr Popelka, Jakub Hrůša, Tomáš Netopil, Tomáš Hanus, Václav Luks und Robert Jindra.


Mehr als nur Musik

Doch das Festival beschränkt sich nicht nur auf Konzertsäle: Musikliebhaber sind ebenso eingeladen, die ČEZ Open Air Zone vor dem Rudolfinum zu besuchen, über Radio oder Fernsehen mitzuerleben oder den Prague Spring Art Salon zu entdecken – eine Ausstellung führender tschechischer Künstlerinnen, Künstler und Designer, die in einer Wohltätigkeitsauktion zugunsten künftiger Kunstprojekte des Festivals ihren Höhepunkt findet.

Durch das Fenster der Zeit

Der Prager Frühling wurde während der ersten Feierlichkeiten zum Ende des zweiten Weltkrieges gegründet und seit dem zieht er Musikfans und auch die besten Künstler an. Sein internationales Debüt absolvierte hier in den Jahren 1946 und 1947 der später berühmte Dirigent Leonard Bernstein.

Zu den weiteren wichtigen Mitwirkenden zählen zum beispielsweise die Geiger David Oistrach, Yehudi Menuhin oder Shlomo Mintz, Pianisten wie Svjatoslav Richter, Artur Rubinstein und Rudolf Firkušný oder auch die Sängerin Galina Višněvská, die auf dem Festival Prager Frühling ihren sowohl beruflichen als auch privaten Lebensgefährten Mstislav Rostropovič fand, Elisabeth Schwarzkopf, Dagmar Pecková und Magdalena Kožená, Peter Schreier, Luciano Pavarotti und Peter Dvorský.

Die Konzerte und Vorstellungen sind im Rahmen des Festivals in ganz Prag zu sehen und so können Sie neben den tollen künstlerischen Leistungen auch die historischen Kulissen der Klöster, Kirchen und Museen genießen. Das Zentrum des Festivals bleibt jedoch das monumentale Rudolfinum am Moldauufer und der Schatz der Sezessionsarchitektur, das Obecní dům.