Das Schloss Nové Hrady in Ostböhmen umfasst den Schlosskomplex, ein imposantes Eingangstor mit Skulpturenverzierungen, einen französischen Garten mit Verwaltungsgebäuden, einen Getreidespeicher und einen englischen Park mit einem barocken Kreuzweg, der zu den Resten einer ursprünglichen gotischen Burg führt, sowie einen Gemüsegarten, ein Freilichttheater und ein neu angelegtes Labyrinth.
Die Geschichte von Schloss Nové Hrady
Bei einem Rundgang durch das Schloss im verspielten Rokokostil sehen Sie eine Dauerausstellung mit Möbelkunst. Besucher können auch einen Blick in die Privatgemächer der Besitzer werfen. Das Schloss ist im Besitz der Eheleute Kučera, die es 1997 als verfallenes Gebäude kauften und aus eigenen Mitteln in sein
ursprüngliches Erscheinungsbild wiederherstellten. Das Schloss ist auch Veranstaltungsort für das internationale Opernfestival Smetanas Litomyšl.
Im ehemaligen Getreidespeicher im Schlossgarten befindet sich das erste Tschechische Fahrradmuseum mit Exponaten von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Das Erdgeschoss ist für Fahrräder von vor über einem Jahrhundert reserviert, einschließlich einzigartiger Accessoires wie originaler Fahrradkarten, Karbid- und Öllampen. Versäumen Sie auch nicht die Auszeichnungen von den frühesten Rennen, die in den böhmischen Ländern organisiert wurden.
Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Schlossställe und die nahe gelegene Hirsch- und Damwildfarm. Im Sommer finden im Schloss fast jedes Wochenende romantische Hochzeiten statt.
Sehenswertes in der Umgebung von Nové Hrady
Das gesamte Schlossgelände von Nové Hrady liegt in einer wunderschönen, fast unberührten Landschaft. In der Nähe befindet sich das Naturdenkmal Toulovcovy maštale, das aus Sandsteinfelsen besteht.
Etwa 20 km vom Schloss Nové Hrady entfernt liegt die malerische Stadt Litomyšl, die dank ihres Renaissanceschlosses und des Schlosshügels auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste steht. In Litomyšl lohnt es sich mehr als einen Tag zu verbringen. Der Schlosshügel wurde erst kürzlich neu gestaltet und eröffnet und in den lokalen Cafés kann man leicht jedes Zeitgefühl verlieren. Aus gutem Grund wird Litomyšl daher auch „Seelenbad“ genannt.