Karlín erhielt seine zweite Chance im Jahr 2002, nachdem die verheerenden Überschwemmungen in Prag vor allem dieses an der Moldau gelegene Viertel überflutet hatten. Zahlreiche Häuser mussten abgerissen werden, und es dauerte ein ganzes Jahr, bis sich das Leben wieder normalisierte. Seitdem hat sich das Viertel entlang der Magistrale Rohanské nábřeží in ein luxuriöses Büroviertel verwandelt, wo anstelle von Mietskasernen und Industriehallen nun moderne, repräsentative Gebäude stehen.
Doch auch heute noch finden Sie hier historische Denkmäler. Das bedeutendste ist das Negrelli-Viadukt, das den Masaryk-Bahnhof in Prag über die Moldauinsel Štvanice mit Bubny verbindet. Historisch betrachtet, ist es die erste Eisenbahnbrücke über die Moldau und heute die zweitälteste Prager Brücke über die Moldau. Zudem ist es die längste Eisenbahnbrücke und die drittlängste Brücke in Tschechien insgesamt. Mit einer Länge von 1.110 Metern war das Viadukt bis 1910 sogar die längste Brücke Europas.
Ebenfalls sehenswert sind eine der größten Theaterbühnen Prags, das Karlín-Musiktheater, das Forum Karlín – ein multifunktionaler Veranstaltungsort für Kultur- und Gesellschaftsveranstaltungen –, die fünfstöckige Karlín-Kaserne von 1848, das weitläufige barocke ehemalige Heeresspital Invalidovna von 1737, die Kirche St. Kyrill und Method aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, eines der größten Kirchengebäude Böhmens, und die neoromanische Karlín-Synagoge von 1861. Auf dem Karlín-Platz (Karlínské náměstí) vor der Kirche St. Kyrill und Method finden regelmäßig Bauernmärkte statt.

















































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