Der St.-Maurus-Schrein, um den sich eine Geschichte wie aus einem Spionagefilm rankt, ist ein Juwel der romanischen Goldschmiedekunst und ein bedeutendes romanisches Kunstwerk aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts. Der Schrein gilt als das bedeutendste romanische Goldschmiedekunstwerk Tschechiens. Die ältesten zu Dekorationszwecken verarbeiteten Diamanten stammen aus dem 2. Jahrhundert. Der St.-Maurus-Schrein enthält die Reliquien der heiligen Märtyrer - des hl. Johannes des Täufers, des hl. Maurus, des hl. Timotheus und des hl. Apollinaris.
1939 versteckten die Besitzer von Burg und Schloss Bečov nad Teplou den Schrein in der Burgkapelle, der erst 1985 wiederentdeckt, restauriert und 1995 zum Nationalen Kulturdenkmal der Tschechischen Republik erklärt wurde. In der Dauerausstellung ist der Schrein im blauen Speisesaal ausgestellt. Gleich hinter dem Schloss Bečov erhebt sich auf einem steilen Felsen die nicht minder bedeutende gotische Burg, die man im Rahmen einer geführten Tour inklusive Burgfried ebenfalls besichtigen kann.
Burg und Schloss Bečov in Westböhmen, genauer in der Karlsbader Region, bieten auch kindertaugliche Besichtigungen an, eine Spielecke mit Rutsche in Burgform und eine archäologische Übungsfundstätte.
Naturfreunde werden sich über den weitläufigen Botanischen Garten im Ort freuen, den Bioferrata-Lehrpfad mit Wissenswertem zur Felsenvegetation und den Teich mit frei ausleihbaren Booten.
Was in der Umgebung von Bečov nad Teplou sehenswert ist
Loket - ein historisches Städtchen mit einer mittelalterlichen Burg
die Hans-Heiling-Felsen (Svatošské skály) - ein versteinerter Hochzeitszug aus Granit
Schloss Kynžvart (Königswart) - einstige Sommerresidenz des Kanzlers von Metternich
unter den böhmischen Städten ist sie eine der ältesten - Cheb
das Prämonstratenserkloster Teplá - einst geistliches Zentrum Westböhmens



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